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Bunker Harnekop (DDR) : Besichtigung eines Atombunkers bei Berlin

Einführung

Der Atombunker von Harnekop diente im Falle eines nuklearen Angriffs als Hauptführungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR und der Nationalen Volksarmee. Offiziell tarnten die Behörden ihn als Luftwetterstation, um ihn geheim zu halten.

Heute ist diese Anlage eines der beeindruckendsten Zeugnisse der Militärtechnik der DDR. Vor allem zeigt sie, wie ein Staat die Aufrechterhaltung der Führungsfähigkeit selbst in einem Extremszenario vorbereitete.

Harnekop : rôle et secret

Der Bunker erfüllte ein klares Ziel: die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Befehlskette in einer Krisensituation. Mit anderen Worten, er sollte das Führen, Koordinieren und Kommunizieren selbst nach einer schweren Erschütterung ermöglichen.

Die Geheimhaltung stand jedoch im Mittelpunkt. Aus diesem Grund wählten die Behörden eine zivile Tarnung: eine „Luftwetterstation“. So konnte die Anlage unauffällig bleiben und gleichzeitig eine sichtbare und „alltägliche“ Aktivität vortäuschen.

Une construction hors normes (1971)

Die Bauarbeiten begannen 1971. Damals galt Harnekop als einer der größten, sichersten und modernsten Bunker der DDR.

Der Komplex erstreckt sich über rund 7.500 m². Zudem erstreckt er sich über drei unterirdische Etagen. Schließlich konnte er 450 bis 500 Personen für drei bis vier Wochen beherbergen, selbst unter nuklearer oder chemischer Bedrohung.

Stoßfestigkeit

Um die Auswirkungen von Stoßwellen abzufedern, wurden die wichtigsten Anlagen auf hydraulischen Stoßdämpfern montiert. Auf diese Weise wurde ein Teil der Vibrationen und Erschütterungen abgeleitet, bevor sie die kritischen Systeme erreichten.

Bautechnik

Der Bau erfolgte in monolithischer Gleitschalungsbauweise. Schätzungen zufolge wurden für den Bau fast 40.000 m³ Beton benötigt. Dies verdeutlicht die logistische Dimension des Projekts sowie den Anspruch an die Widerstandsfähigkeit.

Communications : le système BARS

Ein Führungsbunker ist nur dann wertvoll, wenn er kommunizieren kann. Deshalb war Harnekop an ein sowjetisches Notfall-Kommunikationsnetz für Bunker angeschlossen: das BARS-System (Troposphären-Funkstation).

So konnte die Anlage die Verbindung übernehmen, falls ein Atomkrieg die herkömmlichen Leitungen unbrauchbar machte. Mit anderen Worten: Die Kommunikation blieb das oberste Ziel – „keine Verbindung, keine Führung“.

Révélation en 1990 et statut actuel

Lange Zeit gelang es der NATO nicht, die Anlage präzise zu lokalisieren. Dennoch wurde das Geheimnis im entscheidenden Moment gelüftet.

Die Behörden machten den Bunker 1990, am Tag der deutschen Wiedervereinigung, öffentlich. Heute steht der Bunker unter nationalem Denkmalschutz.

À l’intérieur : une base complète pour survivre et commander

Der Bunker vereinte alle Führungs- und Kontrollfunktionen. Dazu gehörten insbesondere:

  • Operationsräume.
  • Besprechungsräume.
  • Wohnräume für die Minister.

Zudem war die Anlage für das tägliche Leben über einen längeren Zeitraum ausgelegt:

  • Eine Kantine und eine Küche.
  • Schlafräume.
  • Eine medizinische Station.

Schließlich bot die Infrastruktur alles, was für eine längere Autarkie nötig war:

  • Wasser- und Stromversorgung.
  • Belüftung und Luftreinigung.
  • Klimatisierung.
  • Abfallentsorgung.

Visiter Harnekop : infos pratiques

Lage

  • Region: Brandenburg (bei Berlin).
  • Gemeinde: Prötzel

Offizielle Website

Offizielle Website: Bunker Harnekop

Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.

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