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Virtueller Rundgang durch den Jezuïetenberg

Der Jezuïetenberg ist ein Steinbruch im Süden von Maastricht nahe der belgischen Grenze. Er wird Jesuitenberg genannt („Berg“ bezeichnet hier einen „Steinbruch“).

Im Mittelalter gegraben, wurde hier Tuffstein abgebaut, eine feinkörnige Kreide, die für den Bau bestimmt war. In diesen Steinbrüchen arbeiteten fast 375 Steinmetze daran, Steinblöcke herauszuschlagen. Als Werkzeuge dienten Pickel und Säge, was Stollen mit originellen Wänden schuf. Ab 1880 nutzten die Jesuitenmönche den Steinbruch an ihrem einzigen wöchentlichen Ruhetag: dem Mittwoch.

Sie widmeten sich der Erstellung zahlreicher Skulpturen, Reliefs, aber auch Gemälden, Kohle- und Farbzeichnungen. Insgesamt wurden rund 400 Kunstwerke geschaffen.

Die Jesuiten waren frei zu tun, was sie wollten. Daher findet man sehr unterschiedliche Werke.

Die Gesamtheit dieser Werke erstreckt sich über 10 Hektar, von denen nur 6 km zugänglich sind. Am 20. Juli 1920 ereignete sich nämlich ein schwerer Einsturz, der zum Verlust von fünf Hektar Stollen führte. Ein großer Teil des Steinbruchs verschwand und rund einhundert Kunstwerke gingen für immer verloren.

Das Prunkstück dieses Steinbruchs ist die unterirdische Kapelle, an der Dutzende von Jesuiten gearbeitet haben. Der von mir erstellte virtuelle Rundgang zeigt nur einen winzigen Bruchteil der Arbeit der Bildhauer und Maler. Das lässt erahnen, wie viele Kunstwerke an diesem Ort vorhanden sind.

1967 verließen die Jesuitenmönche den Ort. Die Verwaltung und Instandhaltung des Steinbruchs wurden auf die Provinz Limburg und später auf eine Stiftung namens „ Jesuit Mountain Foundation “ übertragen.

Seit 1996 ist das unterirdische Museum ein geschütztes nationales Denkmal.

Um diesen Ort zu besuchen, finden Sie weitere Informationen auf der Website jezuietenberg.eu.

Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.

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