Wasserspeicher in Malta: Zisternen und Geschichte

Wasserspeicher in Malta

In Malta war Wasser schon immer knapp und kostbar. Seit der Vorgeschichte gruben die Einwohner Zisternen in den Kalkstein. Anschließend trugen sie einen wasserdichten Putz auf, um das Regenwasser aufzufangen.

Zisternen aus der Zeit der Megalithtempel existieren noch heute auf dem Archipel. Sie zeugen von einer sehr alten Beherrschung der Wassersammlung und -speicherung.

Malta besitzt weder große Seen noch permanente Fließgewässer. Die Einwohner waren daher auf Regen und unterirdische Reserven angewiesen.

Der Archipel verfügt über zwei Haupttypen von Aquiferen. Die schwebenden Aquifere befinden sich über dem Meeresspiegel. Sie kommen vor allem im Westen der Insel vor. Die küstennahen Aquifere sind größer, aber auch schwieriger zu nutzen.

Im Laufe der Jahrhunderte verbesserten die Malteser ihre Techniken zur Wassergewinnung. Die Araber förderten die Ansiedlung von Dörfern in der Nähe von Quellen, Schächten und Zisternen.

Die Bauern nutzten vertikale Schächte, genannt spiera. Sie setzten auch Wasserräder, die sienja, ein, um die Felder zu bewässern.

Die Johanniterritter verstärkten dieses Netzwerk. Sie schrieben Schächte in den Häusern von Valletta vor. Im 17. Jahrhundert bauten sie zudem Aquädukte, um die Hauptstadt zu versorgen.

In der britischen Ära beschleunigte das Bevölkerungswachstum die Modernisierung des Netzes. Die Behörden installierten motorisierte Pumpen, Pumpstationen und neue Leitungen. Sie bauten auch unterirdische Reservoirs.

Die Meerwasserentsalzung kam bereits 1881 auf. Ab den 1980er Jahren wurde die Umkehrosmose zur wichtigsten Trinkwasserquelle des Archipels.

Heute sind einige Zisternen noch immer in Betrieb. Andere sind verlassen oder werden als Lagerräume genutzt.

Ċisterna ta’ Wied il-Ġebel

Dieses 1956 erbaute Reservoir ist das größte in Malta. Es kann bis zu 90 Millionen Liter Wasser fassen.

Es erhält Wasser aus der Umkehrosmoseanlage von Cirkewwa. Eine Pumpstation und mehrere Quellen speisen es ebenfalls.

Seine imposante rote Betonsäule ist eines seiner markantesten Merkmale.

Ġibjun ta’ Santa Marija tal-Blat

Dieses Reservoir nutzt eine besonders aufwendige Betonstruktur. Tonnengewölbte Decken bedecken das Bauwerk. Bögen verstärken das Ganze.

Ein Stahlgitter konsolidiert die Struktur. Steinpfeiler stützen die Gewölbe. Sie ruhen auf Betonfundamenten.

Das Projekt geht auf das Jahr 1905 zurück. Es sollte damals die Werften von Cospicua mit Wasser versorgen. Diese Reserve sollte vor allem der Brandbekämpfung dienen.

Die Planer sahen vor, ausschließlich Grundwasser zu nutzen. Die benachbarte Pumpstation sollte die Versorgung sicherstellen.

Dieses Reservoir sollte das weit entfernte Hafengebiet versorgen. Seine Höhenlage ermöglichte es, durch die Schwerkraft einen ausreichenden Druck aufzubauen.

Die Zisterne nahe dem Friedhof

Die Erbauer wählten ein Grundstück außerhalb des Friedhofs. Dort hoben sie zunächst einen Steinbruch aus. Sie verwendeten den abgebauten Stein, um die Kapelle zu errichten.

Den restlichen Stein verwendeten sie wahrscheinlich für die Umfassungsmauern und andere Bauwerke. Nach dem Abbau wandelten sie den Steinbruch in eine Zisterne um.

Bögen und Pfeiler überspannen die ehemalige Ausgrabung. Sie bilden heute ein großes unterirdisches Reservoir im gotischen Stil.

Diese Wahl verfolgte zwei Ziele. Die erhöhte Lage erleichterte den Transport der Steine zur Baustelle. Das Gefälle half den Arbeitern beim Transport der Blöcke.

Der Standort ermöglichte es zudem, das Wasser aus den umliegenden Tälern und Straßen aufzufangen. Seine Höhe erlaubte es schließlich, den Friedhof durch Schwerkraft zu versorgen.

Steinpfeiler und beleuchtete Bögen spiegeln sich im ruhigen Wasser eines unterirdischen Wasserspeichers

Il-Ġibjun l-Antik ta’ Għar ir-Riħ

Die Erbauer wählten ein Grundstück außerhalb des Friedhofs. Dort hoben sie zunächst einen Steinbruch aus. Sie verwendeten den abgebauten Stein, um die Kapelle zu errichten.

Den restlichen Stein verwendeten sie wahrscheinlich für die Umfassungsmauern und andere Bauwerke. Nach dem Abbau wandelten sie den Steinbruch in eine Zisterne um.

Bögen und Pfeiler überspannen die ehemalige Ausgrabung. Sie bilden heute ein großes unterirdisches Reservoir im gotischen Stil.

Diese Wahl verfolgte zwei Ziele. Die erhöhte Lage erleichterte den Transport der Steine zur Baustelle. Das Gefälle half den Arbeitern beim Transport der Blöcke.

Der Standort ermöglichte es zudem, das Wasser aus den umliegenden Tälern und Straßen aufzufangen. Seine Höhe erlaubte es schließlich, den Friedhof durch Schwerkraft zu versorgen.

Riesiges unterirdisches Wasserreservoir auf Malta mit gewölbten Steinpfeilern, die sich im stillen Wasser spiegeln

Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.

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