Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs errichtet, um den Zugverkehr selbst im Falle eines Gasangriffs aufrechtzuerhalten, ist der unter dem Bahnhof Paris-Est gelegene „Bunker“ ein hervorragend erhaltenes Juwel.
In der Tat wurde diese geheime Anlage mit einer Fläche von 110 m2 speziell gebaut, um Luftangriffen, insbesondere mit Gas, zu begegnen, die während des Ersten Weltkriegs wüteten und die Behörden stark geprägt hatten.
Die Funktion dieses „Bunkers“ bestand darin, eine für den Betrieb wesentliche Eisenbahnaktivität zu beherbergen: einerseits die Führung und Regelung des Verkehrs in der gesamten Region Ost und andererseits auf allen Gleisen des Bahnhofs. Der Begriff Bunker ist im Übrigen unzutreffend, da er nicht befestigt ist. Es handelt sich hierbei um einen „aktiven“ Schutzraum. Im April 1939 von den Militärbehörden in Auftrag gegeben, wurde er im November 1941 fertiggestellt.
Der Bunker des Bahnhofs Gare de l’Est in Paris verfügt über elf Räume, von denen jeder eine bestimmte Funktion hat. Auf der einen Seite die zwei für die Führung reservierten Räume und die vier Räume für die Zugregelung; auf der anderen Seite die drei Räume, die deren Betrieb ermöglichen: Energie, Belüftung, Telefonzentrale, denen ein Vorraum für den Aufseher vorgelagert ist. Ein Generator, Batterien und Akkumulatoren wurden installiert, damit 50 Personen 10 Stunden lang im Schutzraum arbeiten und atmen können, ohne dass die Raumluft ausgetauscht werden muss. Aber auch, um diese Geräte zu ersetzen, stationäre Fahrräder, mit denen der für die Belüftung und Luftfilterung erforderliche Strom erzeugt werden kann.

Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.
