Die unterirdische Stadt Naours befindet sich im Département Somme in Frankreich.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins Mittelalter zurück, als die Bewohner der Region begannen, Tunnel in die Kreide zu graben, um sich vor Invasionen und Kriegen zu schützen. Diese Tunnel wurden später während der Religionskriege und der Deutsch-Französischen Kriege des 19. Jahrhunderts als Verstecke genutzt.
Während des Ersten Weltkriegs wurde die unterirdische Stadt Naours als Zufluchtsort für Soldaten und Zivilisten genutzt. Die Tunnel wurden erweitert und ausgebaut, um während der Bombardierungen Hunderte von Menschen aufzunehmen.
Insgesamt umfasst die unterirdische Stadt Naours mehr als 3000 Meter Tunnel, die sich über mehrere Ebenen verteilen.
Nach dem Krieg wurde die unterirdische Stadt Naours zu einer beliebten Touristenattraktion, die jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht. Die von den Bewohnern der Region geschaffenen Fresken und Skulpturen sind in den Tunneln immer noch sichtbar und bieten ein einzigartiges Zeugnis der Geschichte der Region.
Schließlich steht die unterirdische Stadt Naours seit 1921 unter Denkmalschutz und wird vom Verein „Les Amis de Naours“ verwaltet. Sie ist das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet Führungen auf Französisch und Englisch an.
Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.
