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Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Die Geschichte der Kohle in Bochum, Deutschland, ist eine Geschichte, die eng mit der Industrialisierung und dem Aufstieg des Bergbaus im Ruhrgebiet im Laufe der Zeiten verbunden ist. Bereits im Mittelalter wurde in dieser Region Kohle entdeckt, doch erst im 19. Jahrhundert, mit dem Beginn der industriellen Revolution, nahm ihr Abbau richtig Fahrt auf. Bochum entwickelte sich zu einem bedeutenden Bergbauzentrum, das die lokale und nationale Industrie mit reichlich Kohle aus seinen zahlreichen Zechen versorgte.

Die Kohleindustrie prägte nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern auch das tägliche Leben tausender Bergmänner, die unter oft schwierigen Bedingungen arbeiteten, um den wertvollen Brennstoff zu fördern. Im 20. Jahrhundert führte der Niedergang der Kohleindustrie jedoch zur Schließung zahlreicher Zechen und markierte damit das Ende einer Ära.

Angesichts dieses Niedergangs unternahm die Stadt Bochum Schritte, um einen Teil ihres reichen Bergbauerbes zu bewahren, indem sie das Bergbaumuseum gründete, das die Geschichte und Kultur des Bergbaus der Region dokumentiert und bewahrt. Das Museum bietet den Besuchern ein faszinierendes Eintauchen in die unterirdische Welt der Kumpel, mit Ausstellungen, die die Abbauttechniken, den Alltag der Bergleute sowie die Herausforderungen und Gefahren, denen sie ausgesetzt waren, ausführlich darstellen.

Doch das Museum begnügt sich nicht damit, Exponate und historische Informationen zu präsentieren. Mit mehr als 3 000 ausgestellten Objekten, von denen einige aus dem Dokumentationszentrum für Bergbaugeschichte des Museums stammen, sowie Leihgaben und neuen Ausstellungen bietet es ein lehrreiches und interaktives Erlebnis für jedes Publikum. Interaktive Spiele, multimediale Lernstationen und Themenausstellungen vermitteln dynamisch die Inhalte der Dauerausstellung.

Zu diesem Zweck wurde ein Anschauungsbergwerk von einigen Kilometern Länge in 17 Metern Tiefe nachgebildet, das es den Besuchern ermöglicht, unter Tage zu fahren und die Stollen sowie die originalen Bergbauausrüstungen zu erkunden. 

Reihe beleuchteter hydraulischer Schildausbauten im Anschauungsbergwerk des Bergbau-Museums in Bochum

Schließlich ist es auch möglich, das Fördergerüst zu besteigen, das einen Panoramablick auf die Region bietet. Es handelt sich jedoch um das ehemalige Fördergerüst der Zeche Germania in Dortmund, das nach der Schließung der Zeche in den 1970er Jahren versetzt wurde. 

Beleuchtetes Fördergerüst des Bergbaumuseums Bochum bei Nacht gegen den dunklen Himmel
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