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Die unterirdischen Steinbrüche Limburgs: der Stein, die Werkzeuge, die Orte

Im Süden der Niederlande, um Maastricht und Valkenburg, wurde ein weicher, 70 Millionen Jahre alter Kalkstein auf fast tausend Kilometern Stollen ausgehöhlt. Hier elf Gesichter dieser unterirdischen Welt: mittelalterliche Steinbrüche, Champignonzuchten, Kriegsschutzräume, nachgebildete Katakomben und ein NATO-Bunker.

Ein verschwundenes Meer unter Limburg

Vor 70 Millionen Jahren bedeckte ein subtropisches Meer den Süden des heutigen Limburg. Korallen, Fische, Haie und Mosasaurier lebten darin. Sedimente, Algen und Muscheln lagerten sich dort über Millionen von Jahren ab und ließen einen weichen Kalkstein von fast 80 Metern Mächtigkeit entstehen, den die Gegend aus Gewohnheit weiterhin „Mergel“ nennt, obwohl der Begriff streng genommen eine Mischung aus Ton und Kalk bezeichnet.

Dieser Kalkstein tritt in drei Familien mit deutlich verschiedenen Eigenschaften auf: der Maastrichter Kalk, weich und wasserbeständig; der Gulpener Kalk, dessen harte Bänke dem Feuer widerstanden und zur Herstellung von Ofensteinen dienten; und der Kunrader Kalk, eher gehauen als gesägt, mit rauerer Oberfläche.

Was man in den Stollen über dem Kopf hat: die achtzig Meter Maastrichter Kalk, überdeckt von Löss und Kiesen, von der Maas eingeschnitten. Schema neu gezeichnet nach der Tafel, die der VVV 1983 im Steinbruch Zonneberg gemalt hat. Zum Vergrößern anklicken.

In den 1770er Jahren legt der Arzt Hoffmann in den Stollen des Sint-Pietersberg den fossilen Schädel eines riesigen Meeresreptils frei. Ihm zu Ehren in Mosasaurus hoffmanni umbenannt, ist er heute eines der Hauptstücke des Muséum national d’histoire naturelle in Paris; die örtliche Überlieferung will, dass er 1794 den französischen Truppen um Haaresbreite entging, gerade als Maastricht unter Besatzung geriet.

Vom Feuerstein zum Baustein: viertausend Jahre Abbau

Schon in der Bronzezeit, gegen 3300 vor unserer Zeitrechnung, streuen Bauern diesen zermahlenen Kalk auf ihre Felder, um deren Säure auszugleichen, eine als Mergeln bezeichnete Bewirtschaftungsweise. Der Abbau in Blöcken setzt sich dagegen erst ab dem 13. Jahrhundert wirklich durch, getragen vom Aufstieg der Städte. In Maastricht verschlingt die zweite Stadtmauer, um 1347 begonnen, Tausende von „maetstucken“, mit Karren und Schiff herangeschafft; eine Urkunde von 1396 bezeugt bereits den Beruf des berchhouwer, des Blockbrechers.

Gearbeitet wird mit Meißel und Säge, in völliger Dunkelheit, mit Fackel, Kerze, dann Öllampe und schließlich ab 1910 mit Karbidlampe. Eine ganze Wirtschaft dreht sich um den blokbreker: Fuhrleute, Schiffer, Schmiede für die Werkzeuge, Stellmacher für Räder, die mehrere Tonnen Kalkstein je Ladung auf unbefestigten Wegen tragen mussten. Jeder Blockbrecher notierte an den Wänden mit roter Kreide oder schwarzem Stift die Zahl der am Tag gesägten Blöcke; diese eingeritzten „Abakusse“ lassen sich noch heute zu Hunderten lesen.

Insgesamt verzeichnet die Bestandsaufnahme des südlichen Limburg fast 250 unterirdische Steinbrüche mit rund tausend Kilometern Stollen. Heute sind davon nur noch eine Handvoll in Betrieb, die etwa dreißig Menschen für die Denkmalrestaurierung beschäftigen.

Einen Block lösen: von der Hacke zur Motorsäge

Die älteste Technik kennt die Säge nicht. Die Decken der ältesten Abbaue tragen rundliche Schlagspuren, die der Hacke, mit der die Blöcke gelöst wurden. Danach kommt der Meißel, der etwa einen Meter tiefe schmale Schlitze zieht, erst senkrecht, dann waagerecht, bis der Stein umrissen ist. Die alten Werkzeuge sind dünn und leicht; die des 16. und 17. Jahrhunderts, weit schwerer, hinterlassen deutlich bogenförmige Spuren.

Diese Entwicklung lässt sich buchstäblich im Gehen lesen. In manchen Zugangsstollen vom Beginn des 18. Jahrhunderts verfolgt man auf hundert Metern den Übergang von der einen Methode zur anderen: erst bogenförmige, dann geradlinige Spuren. Die Formate folgen und gehen von etwa einem Meter in den alten Gängen zu handlicheren Blöcken um 1750 über. Dieser Wandel hängt an einem Werkstoff. Ein weit härterer Stahl als Eisen gab es seit langem, blieb aber unerschwinglich; die moderne Eisenhüttenkunde entsteht wirklich 1817, als John Cockerill die Hütten von Seraing bei Lüttich mit Kokshochöfen erneuert.

Die Meißel gehen daraufhin zu Stahl über und erhalten eine abnehmbare Spitze, die man allein zum Schmied tragen kann. Diese Spitzen messen im Gebiet von Valkenburg sechzig bis siebzig Zentimeter, im Jekertal nur fünfzehn bis zwanzig: derselbe Beruf, zwei Überlieferungen.

Danach setzt sich das Sägen durch. Ein Satz umfasst in der Regel drei Sägen, von denen keine der anderen gleicht: weder die Form noch die Zahl der Zähne noch deren Abstand sind genormt. Jeder hatte seine eigene, dem Stein, der Methode und seiner eigenen Kraft angepasst.

Die schwerste, mit breitem, sich verjüngendem Blatt, öffnete die senkrechten Spalten in der Wand und zerteilte anschließend die bereits herausgelösten Blöcke. Sie konnte bis zu sechs Kilo wiegen, genug, dass allein ihr Gewicht den Druck erzeugte: der Mann musste sie nur vor und zurück führen. Gepflegt werden musste sie dennoch. Die Zähne stumpften rasch ab, wurden oft gefeilt und einzeln eingestellt, abwechselnd nach rechts und nach links. Ein unterwegs angetroffener Feuerstein konnte ein frisch geschärftes Blatt ruinieren, und viele hielten eine alte Opfersäge bereit, um das Hindernis zu bewältigen.

Zwei Methoden teilen sich die Gegend. Bei der ersten löst man einen sehr großen Block, mitunter über einen Kubikmeter, der danach möglichst günstig zerteilt wird, um unter Beachtung der Lagerrichtung die meisten Steine daraus zu gewinnen: die Sägeschnitte erreichen dort hundert bis hundertfünfzehn Zentimeter. Bei der zweiten, etwa nach 1750 übernommen, werden die Blöcke im gewünschten Maß unmittelbar aus dem anstehenden Fels gesägt; der längste Schnitt überschreitet dort fünfzig Zentimeter nicht, und die kürzeren Sägen werden höher gefertigt, um wieder an Gewicht zu gewinnen.

Bleibt der letzte Handgriff. Ist der Stein an fünf Seiten umrissen, muss nur noch gehebelt werden, um die sechste zu brechen, mit Hilfe eines unter den Block geschobenen Metallkeils. Dann muss man ihn kippen, ohne ihn zu spalten, denn ein schlecht gefallener Block ist ein verlorener Block. Man wirft ihn deshalb auf ein vorbereitetes Bett aus Kalksteinmehl, das den Sturz dämpft. Das örtliche Wort für diesen umgestürzten Block bedeutet „Stuhl“, und die Erklärung ist wohl die einfachste: war der Stein gut gefallen, konnte man sich daraufsetzen, um zu verschnaufen, einen Kaffee zu trinken und eine Pfeife zu rauchen.

Die Mechanisierung kommt spät und in Ansätzen. Eine Kreissäge arbeitet schon in den dreißiger Jahren in einem Steinbruch des Jekertals, eine weitere 1943 auf belgischer Seite, mit Blättern von fünfundvierzig bis fünfundsiebzig Zentimetern Durchmesser; ein Verbindungstunnel zwischen zwei Netzen wurde auf diese Weise aufgefahren. Seit dem Ende der fünfziger Jahre nutzt der industrielle Abbau Motorsägen, eine Technik, die er mit den Steinbrüchen von Soissons teilt. Noch 2001 wurde ein neuer Zugangstunnel mit der Kette geöffnet.

Unter Tage klar sehen

Ohne Licht keine Arbeit, und das Licht war teuer. Die Blockbrecher, selten gut bezahlt, bestritten es oft selbst: ohne Öl keine Lampe, ohne Lampe kein Block, ohne Block kein Brot. Das Sparen am Brennstoff war keine Tugend, es war ein Zwang.

Die Fackeln haben keinen Gegenstand hinterlassen, aber Spuren. Man musste sie regelmäßig an der Wand abreiben, um den verkohlten Teil abzulösen, und diese schwarzen Striche sind noch zu sehen. Man findet sie oft hoch an den Wänden, mitunter mehrere Meter über dem heutigen Boden: ein wertvoller Hinweis, denn er zeigt an, dass der Stollen seither vertieft wurde. Es folgt die Kerze, hier im 14. Jahrhundert bezeugt; nach den gefundenen Leuchtern zu urteilen, hatte sie den Durchmesser eines kleinen Fingers, wog etwa achtundsiebzig Gramm und brannte rund zehn Stunden.

Danach kommen die Öllampen, aus Ton und dann aus Metall, deren Prinzip sich seit Jahrtausenden nicht geändert hat, und die eigens bergmännischen Modelle der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, hier weithin aus Deutschland verbreitet. Fehlte das Geld, erfüllte eine leere Konservendose denselben Dienst.

Der wirkliche Umschwung datiert von 1910, mit der Karbidlampe. Das Prinzip ist chemisch: Wasser tropft in regelbarer Menge auf Stücke von Calciumcarbid im unteren Behälter, wobei Acetylen frei wird, das an der Düse verbrannt wird. Die Flamme ist weiß und lebhaft, die Lampe robust, zuverlässig und billig.

Sie tritt je nach Verwendung in Abwandlungen auf: hoher Brenner für die Arbeit an der Decke, niedriger Brenner für alles Übrige, ein Modell mit Stiel für die Champignonpflücker, die ihre Lampe dutzendfach am Tag versetzten und mitunter Löcher in die Wände bohrten, um sie hineinzustecken. Wo sie lange gedient hat, hat sie ihren Durchgang gezeichnet: ganze Decken bleiben von schwarzem Ruß gefleckt.

Richten, messen, zählen

Ein Block musste gerade, rechtwinklig und maßhaltig sein. Die Steinbrecher trugen auf die gewünschte Länge zugeschnittene Messstäbe bei sich, an einem Ende verdickt, um als Anschlag zu dienen, mitunter mit einer Eisenspitze als Reißnadel versehen. Das Senklot bezeichnete die erste Wand, der Winkel diente der Prüfung.

Ein breiter flacher Meißel, flach unter der Hand und nicht am Griff gehalten, erlaubte es, die beim Ausbrechen rauen Ober- und Unterseiten der Blöcke abzuziehen, um sie auf das Normalmaß zu bringen. Die auf diese Weise bearbeiteten Abbaue sind von auffallender Gleichmäßigkeit, vollkommen rechtwinklig und lotrecht, während die älteren Arbeiten vom 14. bis zum 17. Jahrhundert schief und grob bleiben. Das Sägen erzeugte außerdem ein feines Mehl, das den Schnitt zu verstopfen drohte und das eine schmale Schaufel wegräumte.

Blieb das Zählen. Die Zahl der am Tag gesägten Blöcke wurde unmittelbar an der Wand vermerkt, eingeritzt oder mit dunkelroter Kreide gezogen, mitunter mit einem schwarzen, schieferähnlichen Stein. Diese Zählungen sind noch zu Hunderten zu lesen. Die vielsagendste Einzelheit liegt in ihrer Verschiedenheit: in ein und demselben Stollen und in derselben Zeit gibt es keine zwei gleichen Schreibweisen. Jeder hatte seine eigene Art, seine Zahlen zu schreiben, vielleicht mit Absicht, damit seine Zählung die seine blieb.

Diese hellen Wände luden zur Inschrift ein, und dennoch sind alte Datierungen selten. Die älteste bekannte reicht nur bis 1468 zurück, und man muss das Ende der 1500er Jahre abwarten, bis sich Namen und Jahreszahlen häufen. Der Grund ist einfach: die Steinhauer waren Handwerker, und das Schreiben blieb das Vorrecht weniger.

Den Stein herausbringen

Ein Steinbruch ist nur dann abbauwürdig, wenn die Schicht ohne übermäßige Kosten erreichbar ist, über einen waagerechten Eingang oder über einen Schacht. Alles Übrige ist ein Transportproblem, und es beginnt unter Tage. Die Blöcke kamen auf von Pferden gezogenen Karren heraus, deren Abmessungen sich nicht immer mit den Stollenecken vertrugen: an mehreren Stellen musste man Aussparungen in die Wand schlagen, um die Radnaben durchzulassen. Manche Betriebe verfügten sogar über eine Schmalspurbahn, die die Blöcke bis zum Kalkofen unweit des Eingangs brachte. Im Freien mussten Wagen und Holzräder mehrere tausend Kilo je Ladung auf zerfahrenen Wegen aushalten.

Diese Öfen verwandelten den Kalkstein in Kalk, das für das Bauen unentbehrliche Bindemittel. Davon bestehen im ganzen südlichen Limburg nur neunzehn Reste, und einer davon ist ein in den Niederlanden einzigartiger Fall: er ist der einzige, dessen Äußeres in Kalkstein gemauert ist. 1933 errichtet, vier Jahre nach dem Börsenkrach, von einer bis in den Steinbruch hineinführenden Bahn bedient, war er bis 1964 in Betrieb, bevor ihn ein Naturschutzverein und eine regionale Stiftung retteten.

Der Untertagebau hat gegen den Tagebau schließlich verloren, der unmittelbaren Zugang zur Lagerstätte, den Einsatz schwerer Maschinen und weit weniger gefährliche Arbeitsbedingungen bietet. Ein 1924 gegründetes Zementwerk hat so den Bergrücken jahrzehntelang angeschnitten und war bis in die 1970er Jahre ein bedeutender Arbeitgeber. Der Preis dafür war hoch: ein in ganzen Wänden abgetragener Berg, eine geschädigte Landschaft und Flora, ein durch die Grundwasserförderung trockengelegtes Nachbartal.

Ein zweites Leben: Champignons, Zuflucht und Krieg

Lange vor dem Ende des Abbaus finden die leeren Stollen andere Verwendungen. Unterstände für das Vieh bei großer Kälte, Verstecke in unruhigen Zeiten, nehmen sie ab dem Ende des 19. Jahrhunderts eine unerwartete Tätigkeit auf: den Champignonanbau. In Frankreich im 18. Jahrhundert entstanden, erreicht der Anbau das südliche Limburg in der zweiten Hälfte des 19., wobei der Architekt Pierre Cuypers dort um 1890 die erste Champignonzucht unter Tage einrichtet. Die Bedingungen sind unschlagbar: elfeinhalb Grad das ganze Jahr, eine Feuchtigkeit nahe fünfundneunzig Prozent, dauernde Dunkelheit. Das Verfahren verlangt viel Arbeitskraft. Die Sporen werden auf ein Bett aus frischem Pferdemist gelegt, mit einer Schicht zermahlenen Kalksteinmehls bedeckt und dann leicht gewässert; sechs Wochen liegen zwischen der Aussaat und der ersten Ernte. Manche Anlagen hatten nichts Behelfsmäßiges: Zellen zur Dampfdesinfektion, beheizte Vorwachsräume, betonierte Böden, und in den höchsten Stollen ein eingezogener Zwischenboden, um die Anbaufläche zu verdoppeln. Hunderte von Familien werden davon leben, bis ein Unglück, der Einsturz des Roosburg in Zichen 1958 mit achtzehn Toten, dieser unterirdischen Wirtschaft das Ende bereitet.

Auch der Krieg hinterlässt seine Spuren. Schon 1794 flüchten sich Bauern mit ihrem Vieh in die Stollen des Netzes Noord und richten dort einen Backofen ein; die Entdeckung dieses Lagers, durch das Entwischen eines Schweins verraten, ist im Bericht des französischen Generals Poncet festgehalten. Zwischen 1940 und 1945 werden die Steinbrüche wieder zu Luftschutzräumen: in Maastricht hätten sich bei Alarm Zehntausende Einwohner dorthin flüchten können, ausgestattet mit elektrischen Anlagen, Öfen und Mehlvorräten. Später, mitten im Kalten Krieg, wird im Netz Noord sogar ein Atomschutzraum eingerichtet.

Acht Jahrhunderte unter Limburg, in einigen Daten

Die Geschichte dieser Steinbrüche verläuft in drei Zeiten: ein vom Meer abgelagertes Gestein, sechs Jahrhunderte Abbau von Hand, dann ein Jahrhundert der Wiederverwendung, Champignons, Schutzräume, Tourismus, als der Stein die Bauleute nicht mehr interessierte.

Vor den Steinbrüchen

  • Vor 70 Millionen Jahren Ein subtropisches Meer lagert den Stein ab Muscheln, Algen und Mosasaurierskelette sammeln sich auf dem Meeresgrund. Beim Verdichten bilden sie über 80 Meter Mächtigkeit einen Kalkstein, der so weich ist, dass man ihn von Hand sägen kann; ihn nennt die ganze Gegend fälschlich „den Mergel“.
  • Um 3300 v. Chr. Man liest den Stein auf, man gräbt ihn noch nicht In der Bronzezeit streuen die Bauern diesen zermahlenen Kalk auf ihre Felder, um deren Säure auszugleichen. Diese Praxis, das Mergeln, geht den ersten Stollen um mehrere Jahrtausende voraus.

Die Zeit der Blockbrecher · 13.–19. Jahrhundert

  • 13. Jahrhundert Die Städte verlangen nach Baustein Um gleichmäßige Blöcke zu gewinnen, hört man auf, die Oberfläche abzukratzen, und dringt unter den Hügel vor. Ein Beruf entsteht: der blokbreker, der Blockbrecher, der das Gestein mit Meißel und Säge zerteilt, beim bloßen Schein einer Kerze.
  • 1396 Der Beruf tritt in die Archive ein Eine Maastrichter Urkunde nennt zum ersten Mal einen berchhouwer, wörtlich „Berghauer“, den Namen, den man damals dem untertägigen Steinbrecher gab. Fünfzig Jahre zuvor hatte sich die Stadt bereits eine zweite Stadtmauer aus Tausenden von Blöcken aus diesen Stollen geleistet.
  • 1613 Die älteste lesbare Jahreszahl In die Fluweelengrot in Valkenburg geritzt. Die weichen Wände eignen sich allzu gut für Inschriften: über die Jahrhunderte werden sie zu einem riesigen Gästebuch, mitunter auf Kosten älterer Ritzungen.
  • 1701-1702 Eine Festung über den Stollen Baron de Dopff lässt auf der Kuppe des Hügels das Fort Sint-Pieter errichten. Ein vierzig Meter tiefer Schacht führt unmittelbar in den Steinbruch hinab: Wasservorrat im Belagerungsfall und Notausgang.
  • 1770er Jahre Ein Meeresungeheuer kommt aus dem Fels Der Arzt Hoffmann legt den Schädel eines riesigen fossilen Reptils frei. Während der französischen Besetzung von 1794 nach Paris verbracht, ist er noch immer dort: es ist der Mosasaurus hoffmanni, eines der berühmtesten Fossilien der Welt.
  • 1794 Die Stollen werden zur Zuflucht Auf der Flucht vor den Heeren der Revolution verstecken sich Bauern monatelang mit ihrem Vieh im Netz Noord und backen dort ihr Brot. Ein entwischtes Schwein erregt die Aufmerksamkeit der Wachen und verrät alle.

Das zweite Leben der Stollen · 1890-1960

  • Um 1890 Man zieht dort Champignons Der Architekt Pierre Cuypers richtet die erste unterirdische Champignonzucht Limburgs ein. Elfeinhalb Grad das ganze Jahr, 95 % Feuchtigkeit: die leeren Steinbrüche sind ideal. Hunderte von Familien werden davon leben.
  • 1892-1912 Falsche römische Katakomben Die Familie Diepen lässt in Valkenburg eine Nachbildung der Katakomben von Rom graben, Fresken inbegriffen. Die zur Einweihung angereiste italienische Abordnung wird sie von den Originalen nicht zu unterscheiden finden.
  • Um 1910 Die Karbidlampe ändert alles Robust, billig und weit heller als die Kerze, setzt sie sich unter Tage durch. Ihre Rußspuren schwärzen noch heute die Decken zahlreicher Stollen.
  • 1939-1945 Fünfundvierzigtausend Menschen unter Tage Der Zonneberg wird in nummerierte Abschnitte eingeteilt, um im Fall eines Bombenangriffs einen großen Teil der Bevölkerung von Maastricht aufzunehmen: Backöfen, Wasserstellen, eine Kapelle und sogar ein Lazarett. Zur Räumung wird es letztlich nicht kommen.
  • 1954 Ein vergessener Steinbruch wird zum Aquarium Vier Jahre zuvor wiederentdeckt, öffnet er als Touristenattraktion. Er wird 2014 im Skandal schließen, seine Tiere schwer vernachlässigt.
  • 1958 Der Einsturz, der alles beendet Im Roosburg auf belgischer Seite gibt ein Gewölbe nach und tötet achtzehn Menschen. Der unterirdische Champignonanbau wird sich davon nicht erholen: die Gewächshäuser über Tage übernehmen.

Heute

  • Seit den 1960er Jahren Ein einziger Steinbruch arbeitet noch Die Sibbergroeve gewinnt weiterhin Blöcke, die der Denkmalrestaurierung vorbehalten sind. Überall sonst haben der Tourismus und ehrenamtliche Vereine übernommen, mit der heiklen Aufgabe, seit acht Jahrhunderten beschriebene Wände zu schützen.

Die Steinbrüche Limburgs im Einzelnen

Alles liegt dicht beieinander: rund fünfzehn Kilometer trennen die Steinbrüche von Maastricht von denen von Valkenburg. Zwei Kalkmassive vereinen das Wesentliche, der Sint-Pietersberg, ein langer Rücken zwischen Maas und Jeker eingeklemmt, und die vom Geultal eingeschnittenen Hänge der Hochfläche von Margraten.

Lagen übertragen nach den für jeden dieser Steinbrüche veröffentlichten Koordinaten. Drei der weiter unten beschriebenen Unterirdischen sind auf dieser Karte nicht verzeichnet: es sind empfindliche Orte ohne geführte Besichtigung und ohne Aufsicht, die wir lieber nicht verorten. Der Jezuïetenberg und der NATO-Bunker, im selben Massiv des Cannerberg rund hundert Meter voneinander entfernt, wurden zur besseren Lesbarkeit leicht auseinandergerückt. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

1 Noord & Fort Sint-Pieter (Maastricht)
2 Zonneberg (Maastricht)
3 Fluweelengrot (Valkenburg)
4 Gemeentegrot (Valkenburg)
5 Katakomben von Valkenburg
6 Sibbergroeve (Sibbe)
7 NATO-Bunker (Cannerberg)
8 Jezuïetenberg (Cannerberg)

Noord und das Fort Sint-Pieter

Das Netz Noord an der Nordflanke des Sint-Pietersberg ist das ausgedehnteste und meistbesuchte der unterirdischen Systeme von Maastricht. Es hat den Schädel des späteren Mosasaurus hoffmanni geliefert. Es ist auch das System, das unter den aufeinanderfolgenden militärischen Nutzungen am meisten gelitten hat: die über Jahrhunderte von Besuchern aller Nationalitäten hinterlassenen Inschriften erzählen dort eine eigene Geschichte.

Über den Stollen beherrscht das Fort Sint-Pieter Maastricht. Daniel Wolff, Baron de Dopff, Eigentümer des Schlosses Neercanne, zeichnet dessen Pläne und ordnet 1701 den Bau an; das Werk wird im folgenden Jahr vollendet. Ein vierzig Meter tiefer Schacht mit einer Wendeltreppe, die unmittelbar mit dem unterirdischen Netz verbunden ist, sicherte die Wasserversorgung bei Belagerungen und diente auch als Notausgang. 1717 besucht Zar Peter der Große das Fort; 1794 werden seine Gänge zum Schauplatz von Gefechten zwischen Belagerern und Verteidigern. Ab 1936 instand gesetzt und seit 2010 vollständig erneuert, wird das Fort heute zusammen mit den Stollen besichtigt, die es überragt.

Der Zonneberg

Der um 1881 aufgefahrene Eingang des Zonneberg wird erst 1897 mit dem großen Netz des Sint-Pietersberg verbunden. Lange mit dem Noord verbunden, ist er heute durch eine ausgedehnte Einsturzzone davon getrennt; nur das „Pfadfinderloch“ (Padvindersgat) erlaubt im Notfall noch den Übergang von einem System zum anderen.

Wie andernorts haben die Stollen Champignonzuchten aufgenommen und, bescheidener, den Anbau von Chicorée und Kardonen, wovon eine nahe dem Eingang noch sichtbare Inschrift zeugt. Am stärksten geprägt hat den Ort jedoch der Zweite Weltkrieg: das Netz wird 1939-1945 hergerichtet, um im Fall eines Bombenangriffs bis zu 45 000 Einwohner von Maastricht aufnehmen zu können. Bäckereien, Wasserstellen, eine Kapelle: ein ganzer unterirdischer Städtebau entsteht, in nummerierte Abschnitte gegliedert; die damals an den Pfeilern angeschlagenen Ordnungen sind noch lesbar.

An den Wänden haben die Besucher bemerkenswerte Werke hinterlassen: die Darstellung eines blokbreker bei der Arbeit oder jenes lebensgroße Bildnis des heiligen Sebastian, das der Maastrichter Dekorationsmaler J. Maes 1921 zum 512. Jahrestag der Sebastiansgilde schuf.

Die Fluweelengrot

Unter der Daalhemerweg in Valkenburg öffnet sich die Fluweelengrot. Amtlich durch ihre älteste bekannte Inschrift auf 1613 datiert, ist sie wohl weit älter: mehrere mittelalterliche Fluchtgänge, die mit der benachbarten Burg verbunden sind, durchziehen sie; die Blockbrecher haben sie im Lauf der Jahrhunderte zufällig angeschnitten.

Dort findet sich eine der schönsten unterirdischen Kapellen des Mergelland, im Lauf der aufeinanderfolgenden Nutzungen eingerichtet. 1944 haben ihre Wände auch ein behelfsmäßiges Feldlazarett beherbergt: Dutzende Namen verwundeter alliierter Soldaten sind dort noch eingeritzt.

Die Gemeentegrot

Weit über die niederländischen Grenzen hinaus bekannt, zieht die Gemeentegrot, auch Valkenburgergroeve, jede Saison Tausende von Besuchern an, getragen auch von ihrem Weihnachtsmarkt. Sie bildete einst zusammen mit der Fluweelengrot, der Wilhelminagroeve und dem unter der benachbarten Seilbahn gegrabenen Steinbruch ein einziges riesiges Netz, das sich unter fast ganz Valkenburg erstreckte, von Vilt bis Oud-Valkenburg.

Eine ihrer Merkwürdigkeiten ist allerdings verschwunden: ihre unterirdischen Seen, seit den 1990er Jahren trockengefallen, wahrscheinlich wegen der Förderung des Thermalwassers für das benachbarte Thermalbad, eine Erscheinung, die zur selben Zeit in mehreren anderen Steinbrüchen der Gegend beobachtet wurde. 2002 wurde ein neuer, 120 Meter langer Ausgangstunnel zur Plenkertstraat aufgefahren, um im Zwischenfall eine rasche Räumung zu sichern.

Die Stollen tragen die Spur zahlreicher aufeinanderfolgender Nutzungen: Skulpturen und Jugendstilreliefs, von durchreisenden Künstlern gehauen, aber auch ein ganzes Stück Erinnerung an den Ersten Weltkrieg; Bildnisse von Soldaten und Inschriften mit den Jahreszahlen 1915 und 1944 stehen an denselben Wänden nebeneinander.

Die Katakomben von Valkenburg

Durch dicke Mauern vom übrigen Teil der Heidegroeve getrennt, haben die Katakomben von Valkenburg nichts Antikes an sich: sie wurden zwischen 1892 und 1910 vollständig von dem vermögenden Industriellen A. Diepen und seinen Söhnen entworfen, nach den Plänen des Limburger Architekten Pierre Cuypers, der unter anderem auch den Amsterdamer Hauptbahnhof geschaffen hat. Jan Diepen reist mehrfach nach Rom, um dort die Maßverhältnisse zu studieren; die von Pierre Visschers gemalten Fresken werden von der bei der Einweihung 1912 anwesenden italienischen Abordnung für von den römischen Originalen ununterscheidbar befunden.

Manche Stollen, ursprünglich zu breit, wurden verengt; andere, zu schmal, erweitert, alles um dem antiken Vorbild möglichst nahe zu kommen. Um zu sehen, wie weit diese Lust an der unterirdischen Inszenierung gehen konnte, haben wir dem maurischen Saal des Jezuïetenberg einen ausführlichen virtuellen Rundgang gewidmet. Der römische Tempel, der einst dessen Eingang bezeichnete und in den 1980er und 1990er Jahren verfiel, wurde 2015 wiederhergestellt.

Die Zwaluwbergroeve

Lange zwischen zwei Gemeinden geteilt, deren Grenze Ende der 1990er Jahre neu gezogen wurde, ist die Zwaluwbergroeve heute eine der brüchigsten des Mergelland. Der Eingangsbereich ist dort unbeständig; fünfundzwanzig Meter weiter entgeht fast kein Pfeiler den Rissen und Absprengungen, der Steinbruch ist früher oder später zum Einsturz bestimmt.

Dennoch hat er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Höhlenwerkstatt des Bildhauers Charles Eyck und die Werke von Montfortaner Novizen beherbergt, wovon noch heute die in seine Wände geritzten Umrisse und Gedenkinschriften zeugen. Ein unterirdisches Hochwasser hat den mittleren Teil des Steinbruchs eines Tages mit fast 1,80 Metern Schlamm bedeckt, wie die an den Pfeilern noch sichtbare braune Linie bezeugt. „Pilotenhöhle“ genannt, hat er während der Besatzung alliierte Flieger und Untergetauchte versteckt.

Die Sibbergroeve, letzter Steinbruch in Betrieb

In Sibbe ist die Sibbergroeve heute das ausgedehnteste noch betriebene unterirdische Netz in den Niederlanden wie in Belgien, mit rund neunzig Kilometern Stollen. Die außergewöhnliche Güte ihres Kalksteins, den die örtliche Fachsprache „Subbersjtein“ statt einfach Mergel nennt, hat sie seit Jahrzehnten zu einer der einzigen Quellen für Blöcke gemacht, die der Denkmalrestaurierung in der Gegend dienen.

Diese gute Schicht bleibt allerdings dünn: die daraus entstehenden Stollen überschreiten kaum zwei Meter Höhe. Stießen die Blockbrecher auf eine mittelmäßige Ader, verlangten die Aufseher mitunter zur Strafe, „strafpijpen“ zu graben, lange auf- oder absteigende Versuchsröhren, blind auf der Suche nach besserem Gestein getrieben, oft ohne Ergebnis und ohne Lohn.

Das unterirdische Aquarium der Doornkuilgroef

Dieser Steinbruch ist lange in den amtlichen Unterlagen nicht aufgetaucht. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wohl durch ein Gewitter verschüttet, das seinen Eingang mit Schlamm überflutete, gerät der Steinbruch für fast ein Jahrhundert in Vergessenheit, bevor er 1950 „wiederentdeckt“ wird.

Vier Jahre später öffnet er als unterirdisches Aquarium, das Grottenaquarium. Die Attraktion wird ein wenig rühmliches Ende nehmen: im März 2014 werden dort Hunderte Fische und Dutzende Reptilien und Amphibien schwer vernachlässigt aufgefunden und müssen von Tierschutzvereinen geborgen werden. Einige Jahre später hebt die Polizei dort eine Cannabisplantage aus, sichtlich besser gepflegt als die vorherigen Bewohner.

Die Elzenveldgroeve und der Meerberg

Die heutige Anlage geht auf die Vereinigung zweier getrennter Steinbrüche im Jahr 1946 zurück, die ein absteigender Tunnel verbindet, auf der einen Seite der ältere und kleinere, auf der anderen der ausgedehntere. Der ursprüngliche Eingang der Elzenveldgroeve, den der Bergingenieur De Jongh 1926 als „in gutem Zustand“ beurteilte, ein in seinen Berichten seltenes Urteil, verschwindet 1949, von einem benachbarten Tagebau verschlungen. Die verbleibenden zwei Drittel der Stollen folgen in den 1950er und 1960er Jahren; erhalten sind heute Wandstücke, noch von Sägespuren gestreift, die vom Tagebau aus sichtbar sind.

Der jüngere Teil, über den Eingang Meerberg abgebaut, zeichnet sich durch seine sehr gleichmäßigen, sorgfältig gesägten Stollen aus, in denen bis Mitte der 1960er Jahre weiter Blöcke gewonnen und Champignons gezogen wurden. 1944 plant die deutsche Besatzung dort sogar die Fertigung von Teilen für einen neuen Jägertyp, die Natter, ein Vorhaben, das ohne Folgen blieb.

Der NATO-Bunker unter dem Boschberg

Unter dem Boschberg wurde ein alter Steinbruchabschnitt mitten im Kalten Krieg zu einem unterirdischen NATO-Stützpunkt umgebaut, durch einen Tunnel mit dem benachbarten Steinbruch Kleine Keel verbunden. Militärische Beschilderung auf Englisch, Sanitätsbereich, Schlafsäle: der Umbau übernimmt die für die Führungsanlagen des Atlantischen Bündnisses jener Zeit kennzeichnende Gestaltung, unmittelbar in den Kalkstein Limburgs geschnitten. Der Fall steht nicht allein: der wenige Kilometer entfernte Teil Noord des Sint-Pietersberg hat in derselben Zeit ebenfalls einen Atomschutzraum erhalten.

Der Jezuïetenberg

Der Jezuïetenberg verdiente für sich allein einen Artikel: seine Stollen bergen eine der eindrucksvollsten Ausschmückungen des Mergelland, einen von der Alhambra in Granada angeregten Saal, vollständig mit vielfarbigen maurischen Mustern bemalt, mit Becken und Säulengängen. Wir haben ihm einen ausführlichen virtuellen Rundgang gewidmet; hier sein Hauptsaal und die Einzelheiten dessen, was er in Szene setzt.

Dieser Saal ist eine Nachbildung des Löwenhofs der Alhambra in Granada, unmittelbar in den Kalkstein gehauen und dann bemalt. Alles daran ist unecht außer dem Gestein: die Säulen sind aus dem Mergel geschlagen, die „azulejos“ sind gemalt, und der Grund des großen Bogens ist ein Trompe-l’œil, das den Saal perspektivisch verlängert. So ist er zu lesen.

1927 AUG. 19.. ALHAMBRA 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
1 Die Decke, im rohen Kalkstein belassen: man sieht dort noch die Werkzeugspuren der Steinbrecher.
2 Ein Band von Inschriften, das die arabische Kalligrafie nachahmt, ein Zierwerk, kein lesbarer Text.
3 Das Wort „ALHAMBRA“, das dem Saal seinen Namen gibt.
4 Achtstrahlige Rosetten, ein der nasridischen Kunst entlehntes Motiv.
5 Vielpassbögen und ihre bemalten Archivolten.
6 Trompe-l’œil: der perspektivisch gemalte Löwenhof, der den Saal weit tiefer erscheinen lässt, als er ist.
7 Säulen, unmittelbar aus dem Mergel gehauen, mit bemalten Kapitellen.
8 Der Löwenbrunnen, Nachbildung desjenigen von Granada.
9 Der Kanal, der das Becken zum Eingang hin verlängert.
10 Arabeskentafeln, die die Seitenwände bedecken.
11 Ein Band datierter niederländischer Inschriften, die an die Arbeiten erinnern (1927 und folgende).
12 Sockelverkleidung aus falschen Azulejos: gemalte Fliesen, keine Keramik.
13 In den Kalkstein gehauene Stufen, die zum Becken hinabführen.

Ein immer noch lebendiger unterirdischer Tourismus

Schon im 17. und 18. Jahrhundert durchstreiften vornehme ausländische Besucher den Sint-Pietersberg und hinterließen dort ihren Namen in den Wänden. Die Bewegung hat sich im 20. Jahrhundert verstärkt: mehrere Hunderttausend Touristen steigen jedes Jahr unter das südliche Limburg hinab, geführt durch eine unterirdische Welt, die der Autor D.C. van Schaik 1938 als Erster beschrieben hat.

Dieser Erfolg hat eine Kehrseite: auf den meistbegangenen Wegen sind Jahrhunderte alte Inschriften von wenig gewissenhaften Besuchern unwiederbringlich beschädigt worden, wenn sie nicht einfach überdeckt wurden, um einer zeitgenössischeren Gedenktafel Platz zu machen. Die gegenwärtige Neigung geht glücklicherweise zur Bewahrung: ehrenamtliche Vereine, Zugangsausweise und Sicherungsarbeiten haben sich in den letzten Jahren gemehrt, damit dieses Erbe, mitunter in acht Jahrhunderten des Blockbrechens geformt, über den nächsten Touristen hinaus fortbesteht.

Diese Aufnahmen sind Teil des Katalogs der Aufnahmen des unterirdischen Erbes.

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