Du betrachtest gerade Die Geschichte der Schachtanlage Wendel: vom Bergbau zum Museum

Die Geschichte der Schachtanlage Wendel: vom Bergbau zum Museum

Die Ursprünge des lothringischen Steinkohlereviers

Das Saar-Lothringer Kohlerevier, das ursprünglich im Saarland entdeckt wurde, wurde auf französischer Seite ab 1856 in Petite-Rosselle abgebaut. Die Konzession befand sich im Besitz von Charles de Wendel und Georges Hainguerlot aus der einflussreichen Industriellenfamilie de Wendel.

Die Entwicklung der Schachtanlagen Wendel und Vuillemin

Die ersten Schächte

Die ersten Schächte, Wendel 1 und 2, wurden in den 1860er Jahren abgeteuft, gefolgt vom Schacht Vuillemin 1 im Jahr 1867. Diese beiden Standorte beuteten trotz ihrer Nachbarschaft unterschiedliche Lagerstätten aus, die durch eine geologische Störung getrennt waren.

Expansion und Modernisierung

Der Schacht Wendel 3 wurde 1935 abgeteuft und erreichte 1952 eine beeindruckende Tiefe von 902 Metern. Nach der Verstaatlichung im Jahr 1946 erlebten die Schachtanlagen eine Modernisierungsphase, wobei zwischen 1950 und 1955 umfangreiche Renovierungsarbeiten an den Schächten Wendel 1 und 2 durchgeführt wurden.

Niedergang und Schließung

Der Abbau in Vuillemin endete 1962. Die Schachtanlage Wendel stellte ihren Hauptbetrieb 1986 ein, einige Infrastrukturen wurden jedoch bis 1989 für die anderen noch in Betrieb befindlichen Schächte der Konzession weitergenutzt. Die Schächte Wendel 1, 2 und 3 wurden 1989, 1992 beziehungsweise 2001 geschlossen.

Die Umwandlung in ein Museum

Seit 2006 hat die Schachtanlage Wendel eine bemerkenswerte Verwandlung durchgemacht und ist zu einem einzigartigen Museum geworden. Es besteht aus drei Hauptteilen:

  1. Eine Ausstellung über das Leben und die Arbeit des Bergmanns
  2. Ein Anschauungsbergwerk auf der ehemaligen Schachtanlage, das die Techniken des Kohleabbaus zeigt, die bis zur Schließung der letzten französischen Mine im Jahr 2004 (La Houve) angewandt wurden
  3. Die Erhaltung der alten Schächte, der Maschinen, der Kohlewäschen und der Sortieranlagen

Partager la page: