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Virtueller Rundgang durch den Steinbruch der Felsmalereien

Als Felskunst bezeichnet man alles, was auf Fels gemalt oder eingraviert ist. Der Begriff lässt zunächst an die Vorgeschichte denken. Hier, in einem ehemaligen unterirdischen Steinbruch, bezeichnet er große religiöse Zeichnungen, die in Schwarz auf Pfeiler und Wände gezeichnet sind, begleitet von lateinischen Inschriften. Man weiß weder, wer sie angefertigt hat, noch wann.

Die Szenen und die Inschriften

Mehrere Szenen lassen sich an ihrer Ikonografie erkennen. Auf einem Pfeiler steht Christus zwischen zwei Greisen, von denen einer die Gesetzestafeln trägt: Es ist die Verklärung, bei der Christus zwischen Mose und Elija erscheint. Weiter hinten zeigt eine Verkündigung den Engel gegenüber der sitzenden Jungfrau, über der Beischrift „Ecce ancilla Domini“, „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“, der Antwort Marias an den Engel im Lukasevangelium.

Andere Inschriften greifen Worte aus dem Evangelium auf: „Gloria in excelsis Deo“, der Gesang der Engel bei der Geburt Christi, oder „Mane nobiscum Domine“, „Bleibe bei uns, Herr“, die Bitte der Emmausjünger, spiralförmig um eine Säule geschrieben. Zu sehen sind außerdem ein Kruzifix, das Bildnis eines Priesters mit Heiligenschein, ein von einer Tiara gekröntes Wappen und eine um eine Nische gezeichnete Glocke.

Ein Bildfeld vereint zwei gekreuzte Fahnen, die Worte „In memoriam“ und „pro patria“, eine Namensliste und das Wort „Adieu“. Signaturen und Graffiti bedecken die frei gebliebenen Flächen.

Dieser Rundgang ist Teil des Katalogs der virtuellen Rundgänge durch das unterirdische Kulturerbe.

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